Wozu braucht der Mensch eigentlich GPS?
Keine Ahnung wozu “der Mensch” das braucht.
Ich brauche das eigentlich auch nicht.
Aber es ist eine wirklich feine Sache.
Und was ist da jetzt so fein daran?

Nun, erstens bin ich ein Mann. In jedem Mann soll ja ein Kind stecken, wird jedenfalls gesagt.
Alle Welt weiß auch, daß Kinder gerne spielen. Genau das ist ein Punkt, warum ich GPS brauche.
Es ist ein herrliches Spielzeug.

Das kann aber nicht alles sein, oder ?
Nein, ist auch nicht alles.

GPS ist bequem und erleichtert einem die Orientierung ungemein.
Na klar, ich kann mich auch mit herkömmlichen Karten orientieren.
Geht alles, ist aber so unwahrscheinlich lästig und unbequem.

Zur Demonstration fahren wir jetzt einmal mit dem Moped in eine unbekannte Gegend.
Die GPS-lose Version wird dann so ablaufen:
Die Karte liegt bestenfalls in einem Klarsichtfach auf dem Tank.
Ich gucke während der Fahrt öfter mal auf die Karte und versuche die Gegend mit der Karte abzugleichen.
Nicht immer gelingt es mir, meine derzeitige Position auf der Karte wieder zu finden.
Ab und zu habe ich auch Probleme, an Kreuzungen zu wissen, in welche Richtung ich abbiegen muß.
Die blöde Karte liegt nämlich immer nach Norden.
Das bringt mich dann doch ab und zu ziemlich bei Rechts und Links durcheinander.
Zu guter Letzt bleibt mir nichts anderes übrig,
als am Straßenrand anzuhalten und meine Orientierung wieder herzustellen.
Wenn meine Position aus meinem Kartenabschnitt rausgelaufen ist,
muß ich mich dann auch noch mit dem patentgefalteten Riesenpapier abkämpfen,
um das wieder in ein handliches Format zu falten.
Mit Handschuhen geht das auch nicht.
Mist, also immer Handschuhe ausgezogen.
Hoffentlich regnet es nicht.
Wenn doch,
wird die Karte natürlich naß und nimmt mit der Zeit immer mehr das Format von buntem Klopapier an.
Nicht schön.
Die Kartenfahrt funktioniert zwar,
aber irgendwie habe ich das Gefühl,
das muß doch auch noch bequemer gehen.

Ich probiere es doch jetzt einmal mit meinem GPS.
Die Karte vergesse ich mal und lasse sie zu Hause.
Dafür schraube ich mir am Lenker das kleine schwarze Kästchen, genannt GPS, dran.
Ich fahre wieder los.
Was ist das?
Ein kleiner schwarzer Pfeil zeigt mir exakt meine Position auf der elektronischen Karte an.
Dann fällt mir gleich noch etwas auf.
Die Karte aktualisiert sich während der Fahrt.
Ich laufe praktisch nie aus meinem sichtbaren Bereich raus.
Prima Sache denke ich und genieße die Landschaft.
Jetzt fahre ich auf eine Kreuzung zu.
Werde ich diese Mal wieder meiner “Rechts-Links-Schwäche” zum Opfer fallen?
Mit nichten, denn die Karte im GPS wird mir genau in meiner Fahrtrichtung angezeigt.
Damit ist Links an der Kreuzung auch Links auf der elektronischen Karte.
Na das ist ja Prima, denke ich mir, und fahre fortan nur noch mit GPS durch die Gegend.

Mit der Zeit fällt mir auf, daß mir mein GPS noch einige schöne Dinge mehr zu bieten hat.
Aber das schreibe ich jetzt nicht mehr hier rein.

So, wer jetzt neugierig geworden ist, der kann ja mal unter “Was ist GPS?” nachlesen. Viel Spaß!